Ich möchte euch heute einen ganz besonderen Menschen aus unserem groupfit Team vorstellen. Bitte lest aber erstmal die folgenden Zeilen, die ich vor ein paar Wochen erhalten habe.

„Hallo, ich hatte vor 10 Wochen einen Kaiserschnitt und ich muss wieder in Form kommen…“

Das war der Satz mit dem das jetzige Kapitel meines Lebens begann. Aber ich beginne an einem etwas früheren Zeitpunkt: Ich selbst kam schon als großes und schweres Baby zur Welt. Das hielt sich über die gesamte Kindheit. Ich wurde in der Schule oft geärgert und als „fette Kuh“ oder „dickes Ding“ bezeichnet…nicht sehr schön, was? Das tat meinem Ego auch nicht so besonders gut und dennoch war ich ein fröhliches Kind, das viel gelacht hat.

Meine Eltern haben nahezu alles getan, um mir zu helfen, mein Gewicht in Griff zu bekommen. Ich bekam nur sehr selten mal was Süßes, aß viel Rohkost und machte schon früh viel Sport. Auch war ich nie eine Stubenhockerin, sondern ständig mit meinen Freunden draußen unterwegs. Auch Ernährungstagebücher und Nährwerttest brachten keinen Erfolg. Irgendwann bekamen wir dann den Satz „Sie werden sehen, wenn Ihre Tochter mal in der Pubertät ist, wird sich auch das regulieren“ zu hören.

Was soll man da dann noch groß sagen oder tun, außer so weitermachen und auf die Pubertät warten? Die Pubertät kam aber die Kilos gingen nicht. Ganz im Gegenteil… Der Schulabschluss stand an und die Zeit für Sport und Freizeit schmälerte sich.

Mit 17 wog ich bei 1,68 m stolze 101 kg. Adipositas = Fettsucht – nichts worauf man wirklich stolz sein konnte. Nun begann aber auch das Alter, in dem ich anfing abends auszugehen, Party zu machen und zu tanzen. Ganz nebenbei verlor ich Gewicht und mein Selbstwertgefühl stieg. Ich meldete mich zusätzlich bei einem teuren Ernährungs-Programm an. Tatsächlich kam ich runter bis auf 83 kg. Ich war stolz, selbstsicherer denn je und bekam positive Rückmeldungen…aber ich war weder fit noch sportlich. Zudem erzielte ich dieses Ergebnis lediglich dadurch, dass das Programm auf „FdH – Friss die Hälfte“ an Kalorien aufgebaut war. Und nachdem dann auch noch (wieder) Abschlussarbeit und Abschlussprüfung meiner Ausbildung anstanden, die Zeit weniger und die Nervennahrung wieder mehr wurde, wissen wir jetzt eh was kommt: Richtig! Ich nahm wieder zu…10 kg!

Ich war es leid mich zu quälen, mich ständig in der Ernährung zügeln zu müssen und fand mich schließlich mit meiner Figur ab.

Mit 25 wurde ich schwanger. Zum Glück nahm ich anfänglich ab und dann auch nicht übermäßig viel zu, aber starkes Übergewicht hatte ich nach der Geburt dennoch. Ich sah mich in erster Linie aus „Rückbildungs-technischen Gründen“ nach einem Pilateskurs in meiner Nähe um. Ich wurde bei groupfit fündig und erkundigte mich, welche Kurse für mich geeignet wären. Im Juli 2015 fing ich also mit Pilates an und bemerkte schnell die positiven Auswirkungen und schon bald bekam ich Lust, mehr zu machen.

Ich entschied mich also verschiedene Sportarten zu probieren und war nach kurzer Zeit 3 mal pro Woche bei den Gruppenkursen. Meine Fitness stieg und ich wollte nochmal den Versuch starten mein Gewicht unter Kontrolle zu bekommen.

Anfang September 2015 „gönnte“ ich mir 9 Tage lang das Forever Clean9 Programm…zugegeben war es hart aber innerhalb dieser 1 1/2 Wochen nahm ich die ersten 4 kg ab. Motivation pur! Ab jetzt hieß es 3 Mal in der Woche zu meinen Kursen und aufs Essen achten.

Mit „aufs Essen achten“ meine ich aber nicht Diät halten oder auf alles „Gute“ zu verzichten. Anfänglich führte ich eine Art Ernährungstagebuch und schrieb mir sogar ein Bonbon auf, dass ich zwischendurch lutschte. Mehr und mehr begann ich mich zu beobachten und zu hinterfragen, ob ich das Nahrungsmittel nun aus Hunger oder Gelüste zu mir nahm.

Bald bekam ich ein gutes Gefühl dafür, Hunger von Gelüsten zu unterscheiden. Ich aß nur noch alle 4 Stunden und wenn ich dann noch Lust auf eine kleine Süßigkeit hatte, gönnte ich mir diese auch, aber eben alles in Maßen. Ich achtete darauf 2 vegetarische und 1-2 Fischtage in der Woche einzulegen. Am Abend versuchte ich Kohlehydrate (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Zucker) so gut es ging zu vermeiden. Wenn ich aber gemerkt habe, dass mein Körper nach etwas Bestimmten verlangte, so gab ich es ihm auch. Denn wenn ich etwas gelernt habe, dann dass der völlige Verzicht auf etwas das Schlimmste ist, das man sich selbst antun kann.

Eine kleine Schokoladenbelohnung nach einem harten Tag DARF durchaus sein…aber eben in Maßen 🙂 Wenn ich nachmittags mal ein kleines Hunger- oder Gelüstetief hatte, griff ich zu Obst und Reiswaffeln. In Kombination mit den regelmäßigen Sporteinheiten schienen die Kilos nur so zu fallen. Ich wog mich nur alle 4 Wochen und konnte durchschnittlich gesunde -1,5 kg pro Monat verzeichnen.

Nach genau 1 Jahr hatte ich über 16 kg Fett verloren und zusätzlich erheblich an schlanker, weiblicher Muskelmasse aufgebaut. Es gab aber auch Zeiten in denen ich keine Lust oder Zeit hatte aufs Essen zu achten. Auch konnte ich das ein oder andere Mal nicht zum Sport gehen…so sind wir Menschen eben. Aber dadurch, dass ich auf eine so langsame aber sichere Weise trainierte und abnahm, musste ich mich sogar auch dann nicht über eine Gewichtszunahme ärgern.

Meine Muskeln wurden straffer, der Körper fester, die Fitness wuchs. Plötzlich packte mich der Ehrgeiz. Ich wollte nicht mehr „nur“ als Kursteilnehmer dabei sein. Ich wollte Fitnesstrainer werden und den Leute mit Spaß, Wissen und meinen eigenen Erfahrungen zu einem ebenso großartigen Selbstwertgefühl, das sich über die Zeit in mir ausgebreitet hatte, verhelfen. Ich machte mich schlau und unterhielt mich viel mit Timo über das Trainer-Dasein.

Schließlich absolvierte ich im Oktober 2016 meine Prüfung zum Fitnesstrainer und bin nun Teil eines wundervollen Teams, das Tag für Tag dafür sorgt, dass die Kursteilnehmer zwar erschöpft aber glücklich ausgepowert das Center verlassen und immer wieder kommen.

Mittlerweile bin ich bei 20 kg weniger Gewicht und nach wie vor belohnt mich die Waage Mal für Mal… Du siehst also…lass die Diäten sein! Achte stattdessen auf dich und auf das was dein Körper braucht. Vor gut 2 Jahren hätte ich auch niemals gedacht, dass aus der ehemals 101 kg schweren 17- Jährigen (die zwar zwischendurch auch mal bisschen was abgenommen hat…) eine Fitnesstrainerin wird.

Es würde mich freuen, wenn meine persönliche kleine Geschichte aus dem vollen Buch meines bisherigen Lebens ein bisschen dazu beigetragen hat, deine Sichtweise auf Sport und Ernährung zu verändern. Bekämpfe deinen inneren Schweinehund und mach den ersten Schritt, denn:

„Der Unterschied zwischen dem, der du bist und dem, der du sein möchtest, ist das was du tust.“ (Zitat-Verfasser unbekannt)

Eure Mona 😉

Mona kam im Juli 2015 zum ersten Mal zu uns ins Studio. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir uns über ihre derzeitige Situation, den Kaiserschnitt und unsere Kurse unterhalten haben. Das sie hoch motiviert war, muss ich nicht sagen. Das ist der Großteil der Kunden die in ein Fitnessstudio kommen. Leider lässt diese Motivation bei vielen auch sehr schnell wieder nach.

Mona hatte dieses Motivationsloch zum Glück nicht. Denn was wir bei unserem ersten Gespräch vereinbart hatten, hat sie ohne Zweifel umgesetzt.

Regelmäßig an den Kursstunden teilzunehmen und auf die Ernährung zu achten.

Über die Monate haben wir uns immer wieder über ihre Situation unterhalten und neue Ziele gesetzt. An einem Freitag Vormittag im September 2016 während einer Functional Trainingsstunde sagte sie zu mir. Timo, ich will eine Ausbildung zum Fitnesstrainer machen. Ich fand das so beeindruckend, das ich ihr sagte. Wenn du die Ausbildung machst, dann bekommst du eine feste Stunde im Studio.

Am 09. Januar 2017 hat Mona Ihre erste offizielle Kursstunde im Studio gehalten. (Kettlebell – immer Montags 18:00 Uhr)

Die Ausbildung zum Fitnesstrainer ist eigentlich nur das Ergebnis ihrer Konsequenz. Denn auch sie hat sich am Anfang sehr schwer getan. Aber leider muss man oft einen Schritt nach dem Andere gehen um an sein Ziel zu kommen. Und umso weiter man kommt um so vielfältiger werden die Ziele.

Mona ist der beste Beweis das Adipositas kein Dauerzustand sein muss.

Verändere jetzt dein Spiegelbild und setzt dir neue, klare und realistische Ziele. Wir das groupfit Fitness Studio, geben dir den Rahmen dazu.

Das gesamte groupfit Team unterstützt euch gerne dabei.

 

Meine letzten Worte gehen natürlich an dich Mona.

Im Namen des gesamten Teams möchte ich mich bei Dir für deinen Fleiß, deinen Ehrgeiz und deine Treue bedanken. Mit jedem Lächeln und jeder Kursstunde bereicherst du unseren Kursplan unser Studio und füllst unsere Herzen. Wir werden noch viele Schritte zusammen gehen. Du bist uns und unseren Kunden ein großes Vorbild in dem was du bist und tust. Mach weiter so.

Dein groupfit Team

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